Magazin

Hacken für den medizinischen Fortschritt

Ein rollender Roboter, der Patienten durch das Krankenhaus führt. Eine App, die potenzielle Ersthelfer bei Notfällen alarmiert. Ein Exoskelett, das Pflegekräfte bei ihrer Arbeit entlastet. Das sind nur drei der zahlreichen digitalen Lösungen, die über 20 Forscherteams beim zweitägigen Healthcare Hackerthon in Berlin präsentieren. Veranstalter ist das Health Innovation Hub des Bundesgesundheitsministeriums (BMG).

von Usetree

Es sieht aus wie ein Segway. Aber Mirana ist mehr als das. Der Roboter soll beispielsweise Patienten im Krankenhaus zu den richtigen Anwendungen bringen „quasi als Blindenhund“, wie es ein Teammitarbeiter salopp auf den Punkt bringt. Mirana fährt vor, der Nutzer folgt. Beim Healthcare Hackerthon arbeitet die Gruppe an der Gesichtserkennung. Denn bei der Veranstaltung geht es nicht nur darum, Projekte zu präsentieren, sondern auch weiterzuentwickeln.

Die Wortneuschöpfung Hackathon setzt sich aus den Worten „Hack“ – womit nicht nur der illegale Eingriff in digitale Systeme, sondern auch Problemlösungen gemeint sind – und „Marathon“ zusammen. Mehr als 20 Teams finden sich in der Kalkscheune ein oder zusammen und tüfteln an ihren Erfindungen auf den Gebieten Notfallmedizin, digital unterstützte Pflege/Medizin, Künstliche Intelligenz, Patienten-Apps und Robotik. Am Ende werden 13 Gruppen ausgezeichnet.

Prof. Jörg Debatin, Chairman des Health Innovation Hub, zeigt sich begeistert von der Bandbreite der Innovationen. Ihm ist wichtig: „Am Ende geht es darum, dass wir Nutzen stiften.“ Zu Pass kommen könnte den Entwicklern das geplante Digitale-Versorgung-Gesetz. Christian Klose, Leiter der Unterabteilung gematik, Telematikinfrastruktur und eHealth im BMG, hofft, dass dadurch „ein starres System“ geöffnet wird. Derzeitige Probleme könnten anders angegangen werden. Denn: „Digitalisierung kennt keine Sektorengrenzen mehr“, betont Klose.

Hier geht es zum Artikel von Christoph Starke, pa-gesundheit

Artikel

Foto: LichtundFeder